Sabrina, 31, Chefsekretärin, Zürich, Deutsche

"Ein mir selbst auferlegtes notwendiges Übel mutiere ich gerne in eine Erfahrung der besonderen Art. So auch im Rahmen meines Wunsches nach haarfreien Zonen. Dass Haarentfernung nicht Zahnarztbesuchsniveau haben muss, erfahre ich regelmäßig eindrücklich in der feinen kleinen OrientalSugaring-Oase bei Marianne. Neben vielen anderen Eindrücken ist hierbei ein äußerst spannender Aspekt, dort jedes Mal das „Treppenhaus der Begegnungen“ zu betreten. Ein Name, den ich diesem einzigartigen Ort, nämlich dem Gebäude des Sugaring-Studios inmitten des regen und bunten Treiben des Niederdorfs, gab. Begleitet vom Knarren der Holztreppe erwarte ich auf dem Weg in die erste Etage stets sehnsüchtig, einen kurzen Blick auf den Besucher vor mir erhaschen zu können. Mit süßer Neugier zu erahnen, wer das wohl sein mag, woher diese Person kommt, was sie tut, wohin das süße Geheimnis der Haarentfernung mitgenommen wird. Kurze Momente der Gemeinsamkeit, Momente des schüchternen Lächelns, Momente der wortlosen Verbundenheit. So viele unterschiedliche Charaktere und Lebenslinien streifen sich immer wieder kurz, für Sekunden – in diesem Moment der Vorfreude auf die Haar-Befreiung und der Erwartung, gezuckert in den Alltag zurückzukehren. Kleine Berührungspunkte, bei denen meine Fantasie ob all der vermuteten Geschichten dieser Menschen Purzelbäume schlägt. Ganz frei von dem Bedürfnis, die Realität tatsächlich zu erfahren, gebe ich mich diesem süßen, kurzen Moment der Fantasie hin. Damit wird die Haarentfernung viel mehr als nur ein notwendiges Übel, sondern gleicht einem Kurztrip in eine andere Welt, eine andere Kultur, der Körper und Geist erfrischt."

Sabrina, 31, Chefsekretärin, Zürich, Deutsche

Marianne WeissKommentieren