Sarah, 24 Jahre, Zürich, Sozialarbeiterin und Philosophiestudentin, zuckert selbst (und lässt sich zur Erholung oder für besondere Perfektion manchmal zuckern), Schweizerin

"Die Entfernung der weiblichen Körperhaare ist seit den wilden 68-ern mal mehr, mal weniger umstritten – auch heute macht sich frau manchmal Gedanken, ob sie sich mit der glatten Haut unnötigerweise antiquierten patriarchischen Idealen unterordnet. Trotzdem, meine Haare wegzuzuckern hat für mich etwas mit Freiheit zu tun – und durchaus auch mit Emanzipation. Ich kann sozusagen gratis bei mir zuhause mit natürlichen Zutaten mein Material auf dem Herd selbst herstellen und mir die glatteste, gepflegteste und haarloseste Haut zaubern, die man sich vorstellen kann. Und Frauen, kennt ihr das Gefühl von Freiheit, zum Beispiel unter dem Nachthemd kein Höschen zu tragen? Sauber, glatt, gepflegt. Wieso sollten Feministinnen die süßeste Stelle an ihrem Körper zugedeckt lassen?"

Sarah, 24 Jahre, Zürich, Sozialarbeiterin und Philosophiestudentin, zuckert selbst (und lässt sich zur Erholung oder für besondere Perfektion manchmal zuckern), Schweizerin

Marianne WeissKommentieren